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Artikel

27 Feb 2026

Autor:
tagesschau

Deutschland: Equal Pay Day verdeutlicht laut Antidiskriminierungsbeauftragten anhaltende Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz

"Equal Pay Day: "Nicht nur eine Frage des Respekts""

Zum heutigen Equal Pay Day zeigt sich erneut: Zwischen Männern und Frauen besteht eine hohe Lohnlücke. Bildungsministerin Prien sieht das als Auftrag. Wandel könnte eine EU-Richtlinie bringen.

Frauen und Männer, zwar gleich vor dem Gesetz, aber immer noch ungleich, wenn es um ihre Bezahlung geht. Im Haus der Antidiskriminierungsbeauftragten der Bundesregierung, Ferda Ataman, landen viele Beschwerden über ungleichen Lohn:

Seit 20 Jahren gehen Fälle ein, in denen Frauen beklagen, dass sie schlechter verdienen als ihre männlichen Kollegen und zwar bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit. Und wenn der Kollege jeden Monat 1.000 Euro mehr verdient als man selbst, dann fühlt man sich, mit Verlaub, veräppelt und ungerecht behandelt - und das kann nicht sein.

Schlechtere Bezahlung sei klare Diskriminierung, sagt Ataman. Sie fordert, dass eine EU-Richtlinie für mehr Transparenz bei der Bezahlung pünktlich zum Sommer in deutsches Recht umgesetzt wird. [...]

Eine gute Nachricht, eine schlechte Nachricht

Die gute Nachricht für Deutschland: die unbereinigte Lohnlücke ist in den vergangenen Jahren kleiner geworden. Das bedeutet, Frauen verdienen im Schnitt zwar immer noch weniger als Männer, auch weil sie in Teilzeit oder schlechter bezahlten Berufen arbeiten, aber hier verringert sich insgesamt der Abstand. Der unbereinigte Gender Pay Gap stagnierte im Jahr 2025 allerdings bei 16 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die schlechte Nachricht: die bereinigte Lücke bleibt gleich. Sie ist gemeint, wenn eine Frau trotz gleicher Qualifikation weniger verdient, weil sie eine Frau ist. Im vergangenen Jahr lag der Unterschied weiterhin bei sechs Prozent. [...]