Deutschland: NGOs kritisieren Entscheidung von Nationaler Kontaktstelle zur OECD-Beschwerde gegen Bayer und lehnen Mediation ab
"Deutsche Behörden schützen Bayer: Greenwashing statt Verantwortung", 23. Juni 2026
Nach einem mangelhaften Verfahren haben zivilgesellschaftliche Organisationen ein Mediationsangebot der Deutschen Nationalen Kontaktstelle (NKS) für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen abgelehnt. Die NKS hatte zuvor zentrale Punkte ihrer Beschwerde gegen den Agrarchemiekonzern Bayer zurückgewiesen. Die Beschwerde dokumentiert schwerwiegende Menschenrechts- und Umweltschäden durch Bayers Geschäftsmodell für glyphosathaltige Pestizide und gentechnisch veränderte Sojabohnen in Südamerika – und doch entgeht das Unternehmen jeder Verantwortung.
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Im Laufe des Beschwerdeverfahrens versuchte Bayer wiederholt, betroffene Gemeinschaften außerhalb des offiziellen Verfahrens zu kontaktieren – und so einer formellen Feststellung von Verantwortung nach den OECD-Leitsätzen zu entgehen. Die beschwerdeführenden Organisationen stellten klar, dass nur der Beschwerdemechanismus der NKS den geeigneten Rahmen für einen ernsthaften Dialog darstellt. Umso überraschender war es, dass die NKS nach Ablehnung des Vermittlungsangebots beide Seiten zu informellen Gesprächen aufrief. Die Organisationen lehnten auch das ab – denn solche Gespräche hätten genau das geliefert, worauf Bayer von Beginn an hingearbeitet hatte: ein Austausch ohne formale Verbindlichkeit und Folgen.