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Armin Paasch (Misereor) die Initiative Lieferkettengesetz

Briefing der Initiative Lieferkettengesetz: Omnibus-Verordnung droht EU-Lieferkettenrichtlinie auszuhรถhlen

Photo: bbtomas, Getty Images via Canva

"Rollback des European Green Deal? Omnibus-Verordnung droht EU-Lieferkettenrichtlinie auszuhรถhlen," 13. Februar 2025

Die EU-Kommission hat fรผr den 26. Februar 2025 eine sogenannte Omnibus-Verordnung angekรผndigt, um zentrale Projekte des Green Deal zu โ€žvereinfachenโ€œ. Tatsรคchlich droht jedoch ein radikaler Kahlschlag, insbesondere bei der EU-Lieferkettenrichtlinie, auf Grundlage einer Streichliste des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und anderer Wirtschaftslobbyverbรคnde. Dies zeigt ein neues Briefing, das die Initiative Lieferkettengesetz heute verรถffentlicht.

Bereits am 8. November hatte Kommissionsprรคsidentin Ursula von der Leyen eine โ€žVereinfachungโ€œ der EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD), der Richtlinie zur Nachhaltig-keitsberichterstattung und der Taxonomie-Verordnung angekรผndigt. Dabei gehe es um die Reduzierung โ€žรผberlappender Berichtspflichtenโ€œ, โ€žohne den korrekten Inhalt des Gesetzes zu verรคndernโ€œ, so von der Leyen. Spรคtestens seit Verรถffentlichung des Wachstumskompass steht jedoch zu befรผrchten, dass die Kommissionsprรคsidentin diese Zusage brechen kรถnnte.

Wie das neue Briefing der Initiative Lieferkettengesetz zeigt, haben deutsche, franzรถsische und italienische Wirtschaftsverbรคnde eine umfassende Streichliste vorgelegt, welche die EU-Lieferkettenrichtlinie vollstรคndig aushรถhlen und wirkungslos machen wรผrde. Der federfรผhrende EU-Kommissar Valdis Dombrovskis plane โ€“ gegen den erklรคrten Willen des eigentlich zustรคndigen Justizkommissars Michael McGrath โ€“ eine grundlegende รœberarbeitung der CSDDD, die sich an dieser Streichliste orientiere. Ob die Kommissionsprรคsidentin ihm folgt, wird am 26. Februar mit Spannung erwartet.

Die sozialdemokratischen und grรผnen Fraktionen haben sich bereits unmissverstรคndlich gegen eine ร–ffnung der CSDDD ausgesprochen. Die Europรคische Volkspartei (EVP) unter der Fรผhrung von Manfred Weber (CSU) spricht sich hingegen fรผr eine zweijรคhrige Aufschiebung und รœberarbeitung der Richtlinie aus. Dafรผr wรคre sie im Europรคischen Parlament jedoch auf die Unterstรผtzung rechtsextremer Fraktionen angewiesen.

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